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Der Sachunterricht begann für uns Kinder der Klasse 4 gleich mit viel Bewegung an der frischen Luft, nämlich mit einer Waldexkursion. Gemeinsam wanderten wir mit Frau Heinzig und Frau Bratke in die Leite ganz am Ende von Bräunsdorf ins Revier der Jägerschaft Wolkenburg- Kaufungen.

Bepackt mit vielen Fragen über den Wald und seine Tiere, die wir als Forscheraufträge im Unterricht gesammelt hatten, trafen wir auf Nils, Peter und Oliver. Nils und Oliver sind Jäger und erwarteten uns schon, um uns ihr Revier zu zeigen. Nach einer kurzen Trinkpause lernten wir erst einmal, wie sich Jäger ohne Worte im Wald finden.

Ein kleiner Zweig an bestimmten Stellen abgeschabt, gibt durch einen Pfeil die Richtung an. Dieser “Richtbruch“, wie man ihn nennt, zeigte uns den Weg und schon ging es los auf unseren Rundgang durch Wald und Wiese. Unsere Füße wurden ganz schön nass durchs hohe Gras, aber dafür entdeckten wir tolle Tiere: ein Heupferd, einen Laubfrosch, einen Mistkäfer, sowie verschiedene Spinnen.

Die Jäger zeigten uns den Platz, wo sich kleine Wildschwein-Frischlinge am wohlsten fühlen: in einer Schlammpfütze im Wald. Dort können sie sich suhlen und spielen Ihre Fährte, also die Abdrücke im Waldboden, führte uns zu einer Eiche, die ihnen als Bürste dient. An der Eichenrinde fanden wir noch ganz viele Wildschweinhaare. Leider kann man die Tiere des Waldes, wie Rehwild, Wildschweine, Waschbären und Füchse, nur in der Abend- oder Morgendämmerung beobachten, aber dafür konnten wir den Schlafplatz eines Rehs anschauen und ein kleines Kaninchen haben wir sogar im Gras fressen sehen.

Außerdem fanden wir heraus, dass die Jäger ein eigentümliches Völkchen sind. Sie haben nicht nur eigene Bräuche und extra Jäger-Kleidung, sondern auch eine eigene Sprache. Zum Beispiel heißt ein Wildschweinhaar nicht einfach Wildschweinhaar, sondern Feder. Echt überrascht haben uns Oliver und Nils mit einem Waldhorn-Ständchen, das sie extra für uns gespielt haben. Es hieß „Zum Essen“. Und das haben wir dann auch gemacht – erstmal gefrühstückt.

Dann endlich durften wir unsere Forscherfragen stellen. Wir erfuhren, dass jedes Tier auf seine Weise nützlich ist, der Hase das schnellste Tier im Wald ist und der älteste Baum in diesem Wald zwischen 200 und 300 Jahren alt ist. Außerdem staunten wir nicht schlecht, als wir die Lockrufe aus den verschieden Pfeifen (Wildlockern) der Jäger hörten, die sie benutzen um Tiere anzulocken. Ein Reh gibt ganz schön hohe Töne von sich!

 

Viel zu schnell ging die Zeit zu Ende und schon mussten wir wieder los! Wir sagen noch einmal ganz herzlich Dankeschön an Oliver und Peter Pfefferkorn, sowie Nils Linnenmann. Schön, dass wir so viel entdecken und ausprobieren konnten!

 

Viele Grüße von Klasse 4

 

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